Das Leben ist voller Risiken. Versicherungen wollen daher nur das Beste für uns, wenn sie passende Produkte für alle Lebensbereiche im Angebot haben. Oder etwa nicht?

Bestimmte Versicherungen braucht außer ganz bestimmten Bevölkerungsgruppen eigentlich kein Mensch. Dazu gehört zum Beispiel eine Elementarschadensversicherung gegen Hochwasserschäden. Darauf können Bewohner auf einem Berg ohne schlechtes Gewissen verzichten. Und eine Vermieterrechtsschutzversicherung ist logischerweise nur für Vermieter interessant.

Versicherungen basieren auf einem einfachen Prinzip: Ein Einzelner leistet seinen Beitrag für das Kollektiv. Im Schadensfall begleicht das Kollektiv die Kosten. Dabei kann es natürlich immer passieren, dass man völlig umsonst Beiträge zahlt, weil niemals der Schadensfall eintritt. Trotzdem ist es günstiger, regelmäßig einen verhältnismäßig geringen Beitrag zu zahlen, als für alle Eventualitäten selbst die entsprechenden Rücklagen zu bilden.

Um zu entscheiden, wie hoch die Beiträge sind, die ich regelmäßig in die Versicherung einzahle, bestimmt die Versicherung, wie hoch das Risiko ist, dass dieser oder jener Schadensfall eintritt. Dafür vergleicht die Versicherung mich mit anderen und zählt aus, wie oft bei dieser Vergleichsgruppe ein Schadensereignis eingetreten ist.

Es gibt zwar viele Versicherungen, aber kann sich längst nicht gegen alles versichern. Das Versicherungsprinzip funktioniert nur, wenn das Risiko des Schadensfalles mit statistischen Methoden relativ gut kalkulierbar ist. Beispiel: Unternehmer können sich nicht dagegen versichern, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr Verlust macht.

Genaueres zu Versicherungen sowie zur Frage, was wir überhaupt unter „Risiko" verstehen, können Sie gefahrlos hier oder auf DRadio Wissen nachhören.