Wer es eilig hat, aber auf seine tägliche(n) Tasse(n) Kaffee nicht verzichten möchte, greift gerne zu einem Kaffe zum Mitnehmen, auch „Coffee-to-go“ genannt. Nur selten bringt man dabei seine eigene Tasse mit. Meist erhält man einen Pappbecher samt Plastikdeckel, der nach dem Genuss auch umgehend wieder im Mülleimer verschwindet. Dass dabei eine enorme Müllmenge entsteht, liegt auf der Hand. Laut der Verbraucherzentrale in Hamburg verwenden die Deutschen im Jahr 6,4 Milliarden Pappbecher samt Deckel, pro Kopf also 23 Becher. Und weltweit sollen bis 2013 23 Milliarden Becher verbraucht worden sein; Tendenz bis heute steigend.

Kann man solche Zahlen irgendwie visualisieren? Der „Stern" versuchte es mit dem Stand von 2013 in einem Artikel folgendermaßen: Nimmt man eine Höhe von 9cm (also 0,25l) pro Becher an, würden alle Becher aufeinandergestapelt eine Länge ergeben, mit der man den Erdball 57 Mal umrunden könnte. So lang, so gut....

Lässt man den Faktor verschiedener Bechergrößen beiseite, kann man die Zahlen ja einmal nachrechnen. Die Becher direkt hintereinandergelegt, entstünde eine Kette von 2,07 Millionen Kilometer. Um den Äquator (40.075km) passt diese 51,6 Mal herum. Eine gewaltige Zahl, die aber einige Umrundungen von der obigen abweicht.

Man könnte aber auch annehmen, dass die Becher eigentlich nicht auf-, sondern ineinandergestapelt werden. Dann würde jeder Becher nur ca. einen halben Zentimeter aus dem unteren herausstehen. Diese Kette würde „nur“ noch knapp drei Mal um die Erde reichen.

Man sieht: „Aufeinandergestapelte Becher“ sind kein festes Maß und je nach gewünschter Wirkung kann man eine sehr hohe oder auch eine vergleichsweise niedrige Zahl erhalten.

Unser aktueller Beitrag auf DRadio Wissen erläutert dies und beantwortet darüber hinaus weitere Fragen, beispielsweise zum Trend des Kaffeekonsums der Deutschen und zur Frage, ob nun Pappbecher oder Keramikbecher besser für die Umwelt sind. Sie können ihn zuhause und unterwegs hier oder auf DRadio Wissen nachhören.