Stat-Up News

Was hat sich getan in der Welt von Stat-Up? Hier finden Sie alle Neuigkeiten: Statistikgespräche, unsere Meinung zu reißerischen Studien und spannende neue Projekte.

Sie suchen nach etwas bestimmtem? Springen Sie direkt zur richtigen Kategorie

  • Welche Projekte hat STAT-UP abgeschlossen, welche an Land gezogen, wo kann man Katharina Schüller live erleben?
  • Im Statistik-Blog schreiben wir über spannende Erkenntnisse, überraschende Entdeckungen und schrecklich falsche Interpretationen.
  • Genauso unterhaltsam sind die Radiosendungen auf DRadio Wissen und anderen Sendern.
  • Suchen sie nur eine bestimmte Sendung zum Nachhören zu Hause? Finden Sie sie im Archiv des Statistikgesprächs.
Schließen

Methusalem, der älteste in der Bibel erwähnte Mensch, soll einst mit 187 Jahren noch einen Sohn gezeugt und danach 782 weitere Jahre gelebt haben. Erst die in der Bibel beschriebene Sintflut konnte diesem unverwüstlichen Mann schließlich das Leben nehmen.

Solch biblische Altersspannen erreichen wir heutzutage zwar nicht mehr. Dennoch wächst unsere Lebenserwartung immer rasanter. Glaubt man den Forschern, werden in Deutschland statistisch gesehen mittlerweile mit jedem Tag, den man später geboren wird, sechs Stunden an Lebenszeit gewonnen! Das soll nicht heißen, dass man als (zukünftige) Mutter sein Kind möglichst spät bekommen sollte. Schließlich stellen alte Eltern wiederum einen Risikofaktor bezüglich der Lebenserwartung des Sprösslings dar. Nichtsdestotrotz verdeutlicht besagte Vorhersage das momentan laufende enorme „Lebensspannenwachstum“ ebenso wie die folgende Prognose der Wissenschaftler: Die Hälfte aller Mädchen, die nach 1970 geboren wurden, wird zumindest das stolze Alter von 100 erreichen.

Weiterlesen

Älter werden durch Pessimismus?

Während die Fortschritte durch die medizinische Entwicklung uns alle betreffen, stellt sich die Frage, welche Faktoren die zu erwartende Lebenszeit einer einzelnen Person beeinflussen können. Die überraschende Antwort: Optimisten leben kürzer. Pessimismus ist dagegen ebenso mit einem im Mittel späteren Sterbezeitpunkt verbunden wie die Eigenschaft, besonders verantwortungsbewusst, gründlich und arbeitsam, kurz - gewissenhaft zu sein. Ganze vier Jahre mehr oder weniger an Lebenszeit soll dies laut dem Buch „THE LONGEVITY PROJECT“ ausmachen können. Die möglichen Ursachen dahinter: Optimistische und euphorische Menschen rauchen und trinken öfter als gewissenhafte, experimentieren zudem häufiger mit Drogen, fahren schneller Auto, gehen seltener zum Arzt und ignorieren dabei in höherem Maße dessen Rat. Dass das alles nicht unbedingt zu einer höheren Lebenserwartung beiträgt, scheint dann gar nicht mehr so abwegig...

Abgesehen von Zweifeln an der Repräsentativität der zugrundeliegenden Studie stellt sich hierbei allerdings die altbekannte Frage nach Korrelation und Kausalität. Sind viel Arbeit und viel Stress tatsächlich gut für ein langes Leben, oder vermeiden Menschen umgekehrt Stress, wenn sie weniger belastbar sind? Dann wäre die hohe Aktivität ein Indiz für eine gute Konstitution und mehr Stress wäre bei weniger robusten Menschen in Wirklichkeit schädlich. Was weiterhin zur Frage führt, ob die beschriebene Beziehung überhaupt linear ist: Ist mehr Engagement und Ängstlichkeit immer besser, oder entsteht irgendwann ein zu viel an Arbeitseifer und (Gefahren-)Vermeidungshaltung? Diese Überlegungen bleiben unbeantwortet.

Wie dem auch sei, so manch einer mag sich denken: Lieber lebe ich vier Jahre kürzer und dafür als Optimist, als vier Jahre länger als Pessimist. Immerhin hat auch die persönliche Lebensqualität ihre eigene Bedeutung. Derjenige dürfte durchaus Recht haben. Da eine solche Einstellung aber vielmehr von der Persönlichkeit als vom eigenen Willen abhängt, ist eine entsprechende Frage nach der „Entscheidung“ zwischen Optimismus und Pessimismus letztendlich müßig ... abgesehen davon, dass es hierbei wie bei so vielem sowieso keine Schwarz-Weiß-Unterscheidung, also klare Abgrenzung, gibt.

Lebenszeitkiller Rauchen ... und Armut

Wenig überraschend spielt auch das Thema Rauchen eine gewichtige Rolle. Die erwähnten vier „verlorenen“ Jahre der Optimisten sind nahezu eine Lappalie gegenüber den zehn Jahren, die Raucher durchschnittlich aufgeben. Eine ähnlich starke Auswirkung besitzt übrigens das Einkommen: Menschen mit weniger als 1500 € an monatlichem Bruttoeinkommen leben neun Jahre kürzer als welche mit mehr als 4500 €. Ob das jetzt daran liegt, dass gesundes Essen teurer ist als ungesundes, Privatkassenpatienten eine bessere Behandlung erfahren als gesetzlich Versicherte, oder doch ganz andere, unerwartete Ursachen dafür verantwortlich sind, eines ist sicher: Bedenklich ist diese Feststellung allemal.

Interessanterweise spielt für Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen selbst die Jahreszeit der Geburt eine Rolle. So leben Novemberkinder im Mittel ein Jahr länger als Maikinder. Andere Faktoren nehmen sogar noch früher Einfluss: Bei Unterernährung sowie Alkohol- und Nikotinkonsum der Mutter während der Schwangerschaft kann das Neugeborene durchaus ein Kilogramm weniger wiegen. Die Folgen können Diabetes und Bluthochdruck sein, zwei weitere maßgebliche Gründe für einen frühen Tod.

Der Nachteil des Mannseins

Während eine verantwortungsvolle Mutter diese frühzeitigen negativen Auswirkungen auf das Leben ihres Kindes leicht verhindern kann, lässt sich ein anderer pränataler Faktor schwerlich beeinflussen, auch wenn verschiedenste Internetforen immer wieder etwas anderes behaupten: das Geschlecht des Kindes. Dabei hat dieses bekanntermaßen eine hohe Bedeutung für das erwartete Todesalter. Schließlich werden in den meisten Industrieländern Frauen sechs bis acht Jahre älter als Männer. Einerseits mag dies am höheren Gesundheitsbewusstsein des weiblichen Geschlechts liegen. So gehen Männer beispielsweise seltener zum Arzt. Aber auch hormonelle Faktoren spielen eine entscheidende Rolle: Dass Testosteron eine lebensverkürzende Wirkung hat, lässt sich etwa durch das längere Leben von Eunuchen belegen. Unter anderem erhöht es die Risikobereitschaft, was ebenfalls erklären würde, warum 76 Prozent aller jugendlichen Unfallverursacher männlich sind. Und um den Bogen zur erhöhten Lebenserwartung durch Gewissenhaftigkeit zu schlagen: Möglicherweise kommt eine zurückhaltende und vorsichtige Persönlichkeit ja auch öfter bei Frauen vor.

Vierfach genäht hält besser

Aber wie genau lässt sich die eigene Lebenserwartung nun positiv beeinflussen? Einen Faktor haben wir schon kennengelernt: das Rauchen. Dieser ist aber beileibe nicht der einzige. Konkret fanden britische Forscher vier einfache Verhaltensregeln, die unser Leben um durchschnittlich 14 Jahre (!) verlängern: Nicht rauchen, etwas Sport treiben, nur mäßig Alkohol trinken und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen. Im Gegensatz zu unserer Persönlichkeit sind dies Dinge, die wir Tag für Tag selbst kontrollieren können. Zudem sind sie nachweislich in der Lage, einen wichtigen Grundstein für ein langes und gesundes Leben zu legen. Länger zu leben ist also gar nicht so schwer wie vielleicht gedacht.

Und wer sich jetzt noch fragt, wie er in den ganz elitären Kreis der Über-100-Jährigen aufsteigen kann, dem sei eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts nahegelegt: Demnach lebt ein höherer Prozentsatz der „Super-Alten“ in Städten wie Hamburg oder München, was wahrscheinlich an der besseren medizinischen Versorgung in den Großstädten liegt. Wer sich nun aber überlegt, in eine solche Stadt umzuziehen, dem sei abschließend gesagt: Die Befragung zeigt auch, dass überdurchschnittlich viele der Methusalems ihr Leben lang am gleichen Ort gelebt haben und ein stabiles soziales Umfeld hatten. Demnach wäre es möglicherweise also doch besser, nicht umzuziehen. Insofern müssen die genannten 14 Jahre gewonnene Lebenszeit vielleicht fürs Erste einfach reichen...

 

Oliver Engl und Katharina Schüller

Schließen

Laut einer neuen Studien könnten mehr als 10% der Deutschen Erwachsenen diesen Text nicht oder nur mit größten Schwierigkeiten lesen.

Wie viele Menschen sind Analphabeten, und wie wirkt sich die Definition des Wortes Analphabet auf diese Zahlen aus?

Weiterlesen

Den Beitrag gibt es bei DRadio Wissen und hier bei uns

Schließen

Banner MEKG lang

STAT-UP wurde als eines von rund 100 bayerischen Unternehmen für die Initiative "Mit ElternKOMPETENZ gewinnen" des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration ausgewählt. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie unter http://www.kompetenzgewinn.bayern.de/.

 

Sebastian Edathy„Das Edathy-Theorem ist (...) auf Seiten der Ermittler“, behauptet Thomas Darnstädt auf Spiegel Online (Beitrag vom 18.02.2014, „Der Justizirrtum“[i]). Darnstädt argumentiert, dass die Bayesianische Statistik das theoretische Fundament liefere für das Vorgehen der Staatsanwaltschaft, aus dem Vorliegen strafrechtlich nicht relevanten Materials auf das Vorliegen von weiterem, strafrechtlich durchaus relevanten Material zu schließen. Weil der Anteil von Besitzern legaler Nacktbilder von Kindern unter den Konsumenten von Kinderpornographie höher sei als unter Bürgern, die nicht zu solchen Konsumenten zählen, sei der Umkehrschluss erlaubt. Dieser lautet, so Darnstädt: „Wer legale Nacktbilder von Knaben sammle, der habe vielleicht auch Schlimmeres.“

Weiterlesen ...

Für Hebammen wird es immer schwieriger die notwendige Haftpflichtversicherung zur Absicherung gegen Fehler bei der Geburtshilfe abzuschließen.

Was hat sich geändert? Was treibt den Kostenanstieg, und wie riskant ist die Geburt zu Hause?

Weiterlesen ...

mask-185992 6401
Alle Jahre wieder bringt ein Ereignis in Deutschland Millionen auf die Straße und der Getränke- und Backindustrie Rekordbilanzen. Ob Karneval, Fasnacht oder Fasching – die dialektalen Begriffsvarianten sind ebenso vielfältig wie die Traditionen. Bald schon jede Stadt greift auf eigenes Brauchtum zurück. Was früher vor allem das Rheinland und den südwestdeutsch-schweizerischen Raum umfasst hat, findet sich heute nahezu überall in Deutschland. Fragt man die Deutschen, wie sie die fünfte Jahreszeit denn nennen, so antworten mittlerweile die meisten, 44%: „Fasching“. Die traditionelleren Bezeichnungen „Karneval“ bzw. „Fasnacht“ sind mit 37% bzw. 15% weniger verbreitet.

Woher der Name jedoch kommt, darüber kann nur ein Drittel überhaupt Vermutungen anstellen. Die meisten gehen davon aus, es hänge mit dem Beginn der christlichen Fastenzeit zusammen. Tatsächlich reichen die Vorläufer des Faschings weit bis vor die Christianisierung zurück. Und auch in den heutigen Festen finden sich Reste heidnischen Brauchtums.

Weiterlesen ...

Im Auftrag der IHK sowie der Landkreise Altötting und Mühldorf am Inn führte STAT-UP eine Absolventenbefragung unter mehr als 4000 Absolventen der beiden Landkreise durch.

Jetzt wurden die Ergebnisse präsentiert. Dabei zeigte sich insbesondere, wie wirksam und notwendig eine frühzeitige und umfassende Berufsinformation für ländliche Regionen ist.

Weiterlesen ...