Stat-Up News

Was hat sich getan in der Welt von Stat-Up? Hier finden Sie alle Neuigkeiten: Statistikgespräche, unsere Meinung zu reißerischen Studien und spannende neue Projekte.

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  • Welche Projekte hat STAT-UP abgeschlossen, welche an Land gezogen, wo kann man Katharina Schüller live erleben?
  • Im Statistik-Blog schreiben wir über spannende Erkenntnisse, überraschende Entdeckungen und schrecklich falsche Interpretationen.
  • Genauso unterhaltsam sind die Radiosendungen auf DRadio Wissen und anderen Sendern.
  • Suchen sie nur eine bestimmte Sendung zum Nachhören zu Hause? Finden Sie sie im Archiv des Statistikgesprächs.
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Was hat Statistik in einem Mordfall zu suchen? Warum scheitern Big Data Strategien so oft und warum sind falsche Denkmuster, die unser Verständnis von Statistik erschweren, zugleich überlebenswichtig? Darüber spricht Katharina Schüller, CEO und Gründerin von STAT-UP, auf der Young Titans - Sommerakademie Führung & Persönlichkeit 2015 in Berlin.

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Die Sommerakademie Führung und Persönlichkeit ist die weltweit einzige Sommerakademie, zu der mehr hochkarätige Führungskräfte als Stipendiaten kommen. Dadurch ist ein sehr persönlicher Austausch mit den Referenten möglich. Inhaltlich geht es darum, einen verantwortungsvollen und praxisorientierten Führungsbegriff zu vermitteln, die eigene Persönlichkeit besser kennen zu lernen und seinen persönlichen Anspruchsrahmen zu stecken. An der Sommerakademie nehmen junge Menschen teil, die nicht nur außergewöhnlich begabt sind, sondern die über Grenzen hinausdenken und sich abseits ausgetretener Pfade bewegen. Authentische Persönlichkeiten, die sich sozial engagieren und damit zeigen, dass sie bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Referenten kommen ganz bewusst nicht nur aus dem Bereich der Wirtschaft, sondern auch aus Politik, Kultur und Wissenschaft, denn wir wollen den Führungsbegriff in seiner Komplexität beleuchten.

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Das Flüchtlingsthema ist momentan in den Medien omnipräsent. Und angesichts der Tatsache, dass kein Ende der Wanderung absehbar ist, wird das vermutlich auch erstmal so bleiben. Doch wie lassen sich die aktuellen Flüchtlingszahlen mit den vergangenen Jahrzehnten vergleichen? Und hätten die Flüchtlinge dauerhaft eine Auswirkung auf unsere demographische Situation?

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In der Geschichte der Bundesrepublik gab es bisher zwei große Flüchtlingswellen: Eine begann in den 1970er Jahren und hatte ihren Höhepunkt 1980, wo mehr als 100.000 Asylbewerber zu uns kamen. Der zweite war im Hintergrund des zerfallenden Ostblocks und Krisen in Jugoslawien 1992 mit bereits mehr als 440.000 Asylbewerbern. 2008 waren es dagegen wieder nur 30.000 Asylbewerber.

 

Die aktuellen Zahlen sprengen diese Dimensionen jedoch bei weitem: Bereits in der ersten Jahreshälfte gab es mit mehr als 200.000 Asylanträgen zum höchsten Wert seit 1993. Und der Innenminister schätzt, dass es bis zum Ende des Jahres bis zu 800.000 sein sollen. Nicht alle davon entfliehen gerade Bürgerkriegen oder Regimen, die ihr Volk verhungern lassen: Im vergangenen sowie im bisherigen Jahr machen Asylanträge der Balkanländer rund 40% aus – ein Grund dafür, warum die Politik diskutiert, diese zu „sicheren Herkunftsländern“ zu deklarieren.

Diese aktuellen Zahlen werden auch in der Öffentlichkeit häufig kommuniziert. Es lohnt sich daher, auch einmal ein paar Schritte weiterzugehen und Statistiken zu suchen, die nicht schon jeder einmal irgendwo gehört hat. So könnte man sich die Asylbewerber hinsichtlich von Alter, Geschlecht und Religion anschauen. Mit 50.000 stellen die Unter-16-Jährigen die größte Gruppe dar und zwei Drittel der Anträge werden von Männern gestellt. Dies schwankt jedoch ebenso je nach Herkunftsland wie auch die Religion: Zwei Drittel der Asylbewerber sind Muslime; aus Eritrea allerdings sind vier von fünf Flüchtlingen Christen.

 

Wie viele davon später wieder in ihre Heimat zurückkehren sollen, kann man nur vermuten. Von den Flüchtlingen der 1990er Jahre aus Bosnien-Herzegowina ist jedenfalls die Hälfte hiergeblieben. Aber daraus Prognosen für die Jetzt-Situation zu ziehen, kann man mit gutem statistischen Gewissen eigentlich kaum verantworten. Zu individuell sind die Ursachen für die Wanderung und zu heterogen die Lage in den jeweiligen Herkunftsländern.

 

Dafür wäre es aber mal für die Demographie interessant, was sich denn ändern würde, wenn alle 800.000 Asylbewerber dieses Jahres männlich wären und alle hierbleiben wollen. Der Männeranteil würde sich um einen halben Prozentpunkt verschieben – insgesamt also der marginale Unterschied, ob unter 200 Menschen nun 100 oder 101 männlich sind. Bisweilen kommt es einem aber mehr vor, weil sie natürlich nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt werden und dann sehr viele in einer Unterkunft gleichzeitig sind. Um Lehrer- oder Wohnungsmangel müsste man sich in Deutschland jedenfalls keine Gedanken machen: Aufgrund der demographischen Lage und niedrigen Kinderzahlen stellt die gegenwärtige Migration sogar nur einen Tropfen auf dem heißen Stein dar. Auch hier bestehen aber natürlich beispielsweise zwischen München und ostdeutschen Kleinstädten deutliche Unterschiede. Insgesamt würde bei einer -sehr spekulativen- Nettozuwanderung von 100.000-200.000 Personen im Jahr der Altersdurchschnitt bis 2060 nur um ein Jahr sinken. Doch: In der aktuellen Lage geht es ja um humanitäre Gründe und nicht um Demographie.

 

Zu diesem Thema gibt es auch einen Radiobeitrag, welchen Sie hier oder auf DRadio Wissen nachhören können. 

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Müsste man intuitiv antworten, ob wohl Rucksack- oder Pauschaltourismus eine größere Belastung für die Umwelt sind: Man würde sich vermutlich für den Pauschaltourismus entscheiden. Große Hotelblocks mit allen Arten von Zerstreuung, viele mitunter wenig bewusst lebende Menschen auf engem Raum und Buffets, von denen die Hälfte weggeworfen wird, treten vor unsere Augen. Ganz anders dagegen die, welche mit dem Rucksack durchs Land ziehen, in Herbergen übernachten und Interesse und Bewusstsein für die Umwelt entwickeln, in der sie sich bewegen. Doch geht die Rechnung „Schändliche Pauschal- vs. umweltfreundliche Rucksacktouristen“ auf? Und wie profitieren die Urlaubsregionen vom Tourismus?

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Die Frage nach der Umweltbelastung muss aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden: Pauschalreisen sind meist so konzipiert, dass sie möglichst effizient sind. Ob der Bustransport vom Hotel zu den Ausflugszielen oder die Verpflegung durch die Großküche: Da alles für große Mengen konzipiert ist, sind die verwandten Ressourcen pro Kopf häufig vergleichsweise gering. Der Individualtourist, der in romantischen kleinen Lokalen isst, erhält sein Abendessen aus einer Küche, die längst nicht so energieeffizient arbeitet. Noch schlimmer für die Umwelt wird es aber bei einer Garküche am Straßenrand.

 

Im übrigen bleiben Pauschaltouristen ja eher am hoteleigenen Strand oder fahren zu den allgemein bekannten Tourismusattraktionen. Dort scheuchen sie normalerweise keine wilden Tierarten auf und ihr Müll wird vom Reinigungsdienst rasch entsorgt. Rucksackreisende zieht es dagegen ja gerade zu abgelegenen Orten, wo nicht alle hingehen. Ob sie sich dort dann immer umweltgerecht verhalten, bleibt fraglich. Und nicht zuletzt: Würden alle 1,1 Milliarden Touristen (2014) zu Rucksacktouristen werden und abgelegene und möglichst einsame Landflecken besuchen wollen, gäbe es bald schlicht keine mehr.

 

Nun aber auch zur Frage des finanziellen Nutzens für die Tourismusorte. Der Tourismusbeauftrage von Mallorca hat kürzlich vorgeschlagen, aufgrund der großen Masse von Touristen die Zahl zu begrenzen und eine Tagesgebühr einzuführen, da die Insel für den Erhalt ihrer Umwelt schlicht zu überlaufen sei.

 

Zunächst kann Pauschaltourismus natürlich in finanzieller Hinsicht viel bedeuten: Vom 10.000€-Luxusurlaub auf den Seychellen bis zum 499€-Saufurlaub am Ballermann ist alles enthalten. Und über Rucksacktouristen gibt es zumindest eine australische Studie, nach der Nordamerikaner am Tag im Schnitt rund 100 australische Dollar ausgeben, während es bei Australiern weniger als die Häfte ist.

Doch wann ist ein Gebiet von Touristen überlaufen? Mallorca kommt im Jahr auf 14 Touristen pro Einwohner. In Salzburg sind es dagegen ganzjährig 18 Touristen und auch ein großer Flächenstaat wie Spanien verkraftet ein Viertel mehr Touristen, als es überhaupt Einwohner hat. Allerdings eben zu großen Teilen in Form von kurzen Pauschalurlauben.

 

Und profitieren Urlaubsorte vom Tourismus so wenig, dass sie noch extra Gebühren für Umwelt und Infrastruktur benötigen? Zypen erzielt im Schnitt pro Einwohner Einnahmen von 2000€ durch ausländische Touristen, obwohl diese nur ca. 700€ ausgeben. Und die Virgin Islands in der Karibik verdienen 12.000$ pro Einwohner und damit das fünffache dessen, was die Touristen selbst ausgeben.

Man kann aber davon ausgehen, dass es sich Mallorca im Gegensatz zu anderen Tourismusorten schlicht leisten könnte, seine Gäste für den Umweltschutz extra zur Kasse zu bitten. Übertreiben sollte es dabei jedoch nicht: Für drei Viertel der Deutschen sind die Kosten der Reise bei der Wahl des Urlaubs laut einer repräsentativen Umfrage besonders wichtig.

 

Auch vom heimischen Sofa aus können Sie unseren Radiobeitrag genießen, den Sie hier und auf DRadio Wissen anhören können.

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Nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in Europa ist der „Kardashian-Clan“ unter dessen Zugpferd Kim Kardashian vielen bekannt. Seit 2007 gibt es eine eigene Reality-Soap namens „Keeping Up With The Kardashians“, in welcher es eigentlich um nichts anderes als um das Leben des Clans selbst geht. Wessen Name allein bereits Produkt genug ist, der muss wahrscheinlich auch ein gewaltiges Vermögen besitzen – und Festivals sowie die Mietung eines ganzes Areals des Disneylands als Kindergeburstag sprechen auch für sich.

Doch wie hoch ist das Familienvermögen tatsächlich? Offiziell gibt es dazu keine Stellungnahme, „man redet nicht über Dollars“. Daher muss man versuchen, durch die Aufsummierung mehr oder minder schätzbarer Einnahmequellen eine Gesamtschätzung vorzunehmen. Dazu benötigt man natürlich auch die Gerüchteküche – viel valider sind die Zahlen oft einfach nicht. 

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Wer es eilig hat, aber auf seine tägliche(n) Tasse(n) Kaffee nicht verzichten möchte, greift gerne zu einem Kaffe zum Mitnehmen, auch „Coffee-to-go“ genannt. Nur selten bringt man dabei seine eigene Tasse mit. Meist erhält man einen Pappbecher samt Plastikdeckel, der nach dem Genuss auch umgehend wieder im Mülleimer verschwindet. Dass dabei eine enorme Müllmenge entsteht, liegt auf der Hand. Laut der Verbraucherzentrale in Hamburg verwenden die Deutschen im Jahr 6,4 Milliarden Pappbecher samt Deckel, pro Kopf also 23 Becher. Und weltweit sollen bis 2013 23 Milliarden Becher verbraucht worden sein; Tendenz bis heute steigend.

Kann man solche Zahlen irgendwie visualisieren? Der „Stern" versuchte es mit dem Stand von 2013 in einem Artikel folgendermaßen: Nimmt man eine Höhe von 9cm (also 0,25l) pro Becher an, würden alle Becher aufeinandergestapelt eine Länge ergeben, mit der man den Erdball 57 Mal umrunden könnte. So lang, so gut....

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Bereits vor einigen Monaten machte dieses Video auf Youtube die Runde: Zehn Stunden lang läuft eine junge und unauffällig gekleidete Frau schweigend durch New York City. Mehr als hundert Mal wird sie dabei belästigt, vor allem verbal. Von Pfiffen und Ähnlichem ganz zu schweigen. Während sie sich selbst dabei sichtlich unwohl fühlt, wundern sich einige Kommentatoren nur, warum Komplimente als „sexuelle Belästigung“ aufgefasst werden können und ob nicht die Frau selbst ein Problem hat...

Viele Mädchen und Frauen haben sicherlich schon ähnliches erlebt, doch wie hoch ist der Anteil tatsächlich und wie lässt er sich eigentlich messen? Hollaback!, eine Initiative gegen sexuelle Belästigung auf der Straße, führte 2014 zusammen mit der Cornell University eine Internetbefragung zu diesem Thema durch, bei der mehr als 16.000 Personen aus 22 Ländern teilnahmen.  Heraus kam bei dieser Studie unter anderem:

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Über hohe Steuerbelastungen klagen (fast) alle, doch wie viele Steuern nimmt der deutsche Staat eigentlich genau im Jahr ein? Die aktuellsten vollständigen Zahlen liegen uns für 2013 vor. Hier waren es 620 Milliarden Euro, also pro Bundesbürger ungeachtet des Alters 7.600 Euro. Am meisten machen mit 260 Milliarden Lohn- und Einkommenssteuer aus; gefolgt von der Mehrwertsteuer mit knapp 200 Milliarden. Durch die Alkopop-Steuer nimmt der Staat dagegen ganze 2 Millionen ein. Wie viel ist das nun im internationalen Vergleich?

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