Stat-Up News

Was hat sich getan in der Welt von Stat-Up? Hier finden Sie alle Neuigkeiten: Statistikgespräche, unsere Meinung zu reißerischen Studien und spannende neue Projekte.

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  • Welche Projekte hat STAT-UP abgeschlossen, welche an Land gezogen, wo kann man Katharina Schüller live erleben?
  • Im Statistik-Blog schreiben wir über spannende Erkenntnisse, überraschende Entdeckungen und schrecklich falsche Interpretationen.
  • Genauso unterhaltsam sind die Radiosendungen auf DRadio Wissen und anderen Sendern.
  • Suchen sie nur eine bestimmte Sendung zum Nachhören zu Hause? Finden Sie sie im Archiv des Statistikgesprächs.
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Gamification, Prognosemärkte, Wikis & Co.: Neues Wissen für die Stadt

Das Team von STAT-UP, STUDIO | STADT | REGION, Lehrstuhl für Raumentwicklung der TU München und Urban Progress, München gewinnt die Ausschreibung zu dem Forschungsprojekt "Gamification, Prognosemärkte, Wikis & Co: Neues Wissen für die Stadt?" Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau Smart Cities des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

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BBSR Smart-City

Durch die Weiterentwicklung von Datengewinnung und -auswertung wurde die Grundlage für neue Methoden geschaffen. Mit Gamification, Wikis, Prognosemärkten und Big-Data-Analysen erschließen sich aktuelle Möglichkeiten zur Gewinnung von neuem Wissen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung plant die Zusammenführung, Diskussion und Neu-Entwicklung von Methoden zur Kenntnisgewinnung aus der Perspektive der kommunalen Selbstverwaltung und Stadtentwicklung sowie der Stadtforschung.

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Seit September diesen Jahres müssen Unternehmen in Deutschland Strategien vorlegen, wie der Frauenanteil in den Führungspositionen erhöht werden soll. Wenn auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen und nicht zuletzt der Politik das Geschlecht immer weniger eine Rolle zu spielen scheint: Betrachtet man die 200 größten Unternehmen hierzulande, könnte man meinen, wir wären noch tief im 20. Jahrhundert: Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten liegt mittlerweile zwar bei immerhin 18%; in den Vorständen dagegen ist nur jede zwanzigste Person eine Frau.

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Zu den ersonnenen Maßnahmen gehört unter anderem, dass zukünftig mehr Transparenz darüber geschaffen werden soll, wie sich Männer und Frauen an Gruppen und Veranstaltungen zu Führungsqualitäten beteiligen, wie sich die Gleichstellung quartalsweise entwickelt und nach welchen vorher festgelegten Kriterien Beförderungen erfolgen. Zuletzt sollen flexiblere Karrieremodelle entwickelt werden, um den Spagat zwischen Familie und Beruf leichter vereinbar zu machen. Nicht nur, aber vor allem auch Frauen leiden natürlich darunter, wenn beispielsweise Überstunden zu einer Art unausgesprochener Norm werden und damit die Zeit für die Familie unkalkulierbar wird.

 

Kritiker führen nun selbst gerne Statistiken ins Feld. Beispielsweise fand eine Studie heraus, dass 46% der befragten Männer, aber nur 29% der Frauen eine Führungsposition wünschen. Ist dies nun ein Beweis dafür, dass Männer eben „von Natur aus“ eher in die Führungspositionen streben und Quoten daher am Menschen vorbeigehen? Das ist mehr als zweifelhaft. Beispielsweise bleibt dabei offen, wo die Ursache und wo die Wirkung liegt: Befinden sich Frauen seltener in Führungspositionen, weil es weniger zu ihrem Wesen passt? Oder schrecken sie vor den gegenwärtigen Führungspositionen eben deswegen zurück, weil deren Konditionen auf quasi rundum verfügbare Männner ausgerichtet sind? Dazu passen Umfragen, nach denen sieben von zehn Frauen die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf als größte Hürde betrachten, gefolgt von unflexiblen Arbeitgebern. Auch Männerseilschaften und Diskriminierung werden gerne als Grund genannt. Hier bleibt ebenfalls offen, ob der Grund in einer besonderen weiblichen Wehleidigkeit liegt, oder ob vielmehr Fragebögen durch wiederholte Fragen zu Aspekten der Diskriminierung auch erst das Bewusstsein dafür und ein dementsprechendes Antwortverhalten schaffen.

 

Eine andere gerne zitierte Studie hat ergeben, dass Frauen im Schnitt nur drei Jahre in DAX-Vorständen arbeiten, während es bei Männern acht Jahre sind. Ein Beweis für Quotenfrauen ohne die notwendige Qualifikation? Dabei wird unterschlagen, dass sich zum Zeitpunkt der Auswertung der Zahlen die erste Frau überhaupt erst seit sieben Jahren in einem DAX-Vorstand befunden hatte und daher Äpfel gewissermaßen mit Birnen verglichen werden. Ferner wurden nur bereits wieder ausgeschiedene Vorstände und nicht noch aktive berücksichtigt. Vor allem aber ignoriert die Studie, dass Frauen überdurchschnittlich häufig extern ins Unternehmen berufen und bevorzugt ins Personalressort gesetzt wurden. Und gerade hier ist es für Männer und Frauen gleichermaßen schwer, Fuß zu fassen, wenn man das Unternehmen nicht bereits von innen kennt. Berücksichtigt man diesen Faktor, verschwindet der Geschlechterunterschied plötzlich.

 

Ob und wie schnell sich an den Zuständen in den Vorstandsetagen etwas ändert, bleibt abzuwarten. Schmerzhafte Sanktionen bei Nichteinhaltung sind bislang jedenfalls kaum bemerkbar. Und natürlich könnten Unternehmen auch immer gute Gründe finden, warum man gegen die Gleichstellung von Frauen generell natürlich überhaupt nichts habe, im jeweils spezifischen Fall der männliche Bewerber jedoch die bessere Wahl ist. Andererseits bleibt dann immer noch der öffentliche Druck als zwar schwer kalkulierbares, aber durchaus wirkungsvolles Mittel übrig.

 

Diese und weitere Hintergründe enthält unser aktueller Radiobeitrag, welchen Sie in jeder Position hier und auf DRadio Wissen anhören können.

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Was hat Statistik in einem Mordfall zu suchen? Warum scheitern Big Data Strategien so oft und warum sind falsche Denkmuster, die unser Verständnis von Statistik erschweren, zugleich überlebenswichtig? Darüber spricht Katharina Schüller, CEO und Gründerin von STAT-UP, auf der Young Titans - Sommerakademie Führung & Persönlichkeit 2015 in Berlin.

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Die Sommerakademie Führung und Persönlichkeit ist die weltweit einzige Sommerakademie, zu der mehr hochkarätige Führungskräfte als Stipendiaten kommen. Dadurch ist ein sehr persönlicher Austausch mit den Referenten möglich. Inhaltlich geht es darum, einen verantwortungsvollen und praxisorientierten Führungsbegriff zu vermitteln, die eigene Persönlichkeit besser kennen zu lernen und seinen persönlichen Anspruchsrahmen zu stecken. An der Sommerakademie nehmen junge Menschen teil, die nicht nur außergewöhnlich begabt sind, sondern die über Grenzen hinausdenken und sich abseits ausgetretener Pfade bewegen. Authentische Persönlichkeiten, die sich sozial engagieren und damit zeigen, dass sie bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Referenten kommen ganz bewusst nicht nur aus dem Bereich der Wirtschaft, sondern auch aus Politik, Kultur und Wissenschaft, denn wir wollen den Führungsbegriff in seiner Komplexität beleuchten.

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Das Flüchtlingsthema ist momentan in den Medien omnipräsent. Und angesichts der Tatsache, dass kein Ende der Wanderung absehbar ist, wird das vermutlich auch erstmal so bleiben. Doch wie lassen sich die aktuellen Flüchtlingszahlen mit den vergangenen Jahrzehnten vergleichen? Und hätten die Flüchtlinge dauerhaft eine Auswirkung auf unsere demographische Situation?

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Nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in Europa ist der „Kardashian-Clan“ unter dessen Zugpferd Kim Kardashian vielen bekannt. Seit 2007 gibt es eine eigene Reality-Soap namens „Keeping Up With The Kardashians“, in welcher es eigentlich um nichts anderes als um das Leben des Clans selbst geht. Wessen Name allein bereits Produkt genug ist, der muss wahrscheinlich auch ein gewaltiges Vermögen besitzen – und Festivals sowie die Mietung eines ganzes Areals des Disneylands als Kindergeburstag sprechen auch für sich.

Doch wie hoch ist das Familienvermögen tatsächlich? Offiziell gibt es dazu keine Stellungnahme, „man redet nicht über Dollars“. Daher muss man versuchen, durch die Aufsummierung mehr oder minder schätzbarer Einnahmequellen eine Gesamtschätzung vorzunehmen. Dazu benötigt man natürlich auch die Gerüchteküche – viel valider sind die Zahlen oft einfach nicht. 

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Müsste man intuitiv antworten, ob wohl Rucksack- oder Pauschaltourismus eine größere Belastung für die Umwelt sind: Man würde sich vermutlich für den Pauschaltourismus entscheiden. Große Hotelblocks mit allen Arten von Zerstreuung, viele mitunter wenig bewusst lebende Menschen auf engem Raum und Buffets, von denen die Hälfte weggeworfen wird, treten vor unsere Augen. Ganz anders dagegen die, welche mit dem Rucksack durchs Land ziehen, in Herbergen übernachten und Interesse und Bewusstsein für die Umwelt entwickeln, in der sie sich bewegen. Doch geht die Rechnung „Schändliche Pauschal- vs. umweltfreundliche Rucksacktouristen“ auf? Und wie profitieren die Urlaubsregionen vom Tourismus?

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Bereits vor einigen Monaten machte dieses Video auf Youtube die Runde: Zehn Stunden lang läuft eine junge und unauffällig gekleidete Frau schweigend durch New York City. Mehr als hundert Mal wird sie dabei belästigt, vor allem verbal. Von Pfiffen und Ähnlichem ganz zu schweigen. Während sie sich selbst dabei sichtlich unwohl fühlt, wundern sich einige Kommentatoren nur, warum Komplimente als „sexuelle Belästigung“ aufgefasst werden können und ob nicht die Frau selbst ein Problem hat...

Viele Mädchen und Frauen haben sicherlich schon ähnliches erlebt, doch wie hoch ist der Anteil tatsächlich und wie lässt er sich eigentlich messen? Hollaback!, eine Initiative gegen sexuelle Belästigung auf der Straße, führte 2014 zusammen mit der Cornell University eine Internetbefragung zu diesem Thema durch, bei der mehr als 16.000 Personen aus 22 Ländern teilnahmen.  Heraus kam bei dieser Studie unter anderem:

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